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Radsportverein Aue e.V.

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Erzgebirgstour 2015 // 12.09. – 20.09.

Erzgebirgstour 2015 // 12.09. – 20.09.

Länge: 298 km | Höhenmeter: 4900 m | Teilnehmer: 11 | Sieger: Robert Walther | Ø 34,8 km/h

Die Erzgebirgstour 2015 war die 10. Austragung des Etappen-Radrennens im Erzgebirge. Sie begann am 12. September mit einem Prolog auf dem Fluglandeplatz in Jahnsdorf und endete am 20. September des Jahres mit einer Bergankunft auf dem Fichtelberg. Gesamtsieger wurde der Flöhaer Robert Walther. Auf den Plätzen zwei und drei in der Gesamtwertung folgten Tobias Heß und Vincenz Porstmann. Walther sicherte sich neben dem Gesamtsieg auch das Berg,- und Sprintertrikot. Die 11 Jedermänner legten während der Erzgebirgstour eine Strecke von 298 Kilometern zurück, verteilt auf 7 Etappen. Mit 42 Jahren war Andreas Lauer der älteste Fahrer im Starterfeld. Vincenz Porstmann war dafür der jüngste Sportler mit 22 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine “aktivster Fahrer” Wertung.

Den Zuschlag für den Auftakt der Rundfahrt bekam der Chemnitz Airport in Jahnsdorf. Obwohl sich der Veranstalter hinsichtlich der Jubiläumsausgabe viel Mühe bei der Gestaltung des Etappenplanes 2015 machte, standen bei der Rundfahrt lediglich elf Protagonisten im Kampf gegen die Uhr am Start. Den Etappensieg beim 4,5 km kurzen Prolog und dem anschließenden Kriterium um das Flugplatzgelände sicherte sich Robert Walther. Walther attackierte bereits in der zweiten Runde und konnte sich mit Friedemann Trepte sowie Markus Illmann von den restlichen Teilnehmern lösen. In Runde 5 attackierte Walther erneut. Diese Attacke sicherte Ihm seinen zweiten Etappenerfolg bei seiner ersten Tourteilnahme. Neben dem Gesamtklassement führte Walther nun auch die Wertung des besten Bergfahrers (gepunktetes Trikot) und Sprinters (grünes Trikot) an. Im Kampf um die Podestplätze blieben Roman Pitsch, Friedemann Trepte, Markus Illmann und Tobias Heß in Schlagdistanz. Der letztjährige Tourdritte Vincenz Porstmann erwischte einen rabenschwarzen Tag und büßte am ersten Renntag bereits über vier Minuten ein.

Am zweiten Renntag (Sonntag) wartete auf die Teilnehmer ein hartes Rennprogramm. Bereits zwei Etappen des Vortages in den Beinen, musste zuerst eine Etappe von 64 KM mit Bergankunft auf dem Mückentürmchen bewältigt werden. Die anschließende 4.Etappe hatte zwar mit 53 Kilometern  ein deutlich leichteres Profil vorzuweisen, jedoch wurde diese Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 km/h bewältigt. Ausruhen konnte man sich nicht wirklich!  Robert Walther machte wie am Vortag weiter, setzte im Müglitztal nach 15 Kilometern die erste Attacke und konnte sich vom Fahrerfeld lösen. Gemeinsam mit Roman Pitsch wurde ein Vorsprung von über zwei Minuten bis zum ersten Tagesanstieg auf das Peloton, welches sich in der Nachführarbeit uneinig war, herausgefahren. Später löste sich Walther von Pitsch und baute seinen Vorsprung bis zum Finalanstieg, dem Mückentürmchen, auf über zwei Minuten aus. Tobias Heß machte ab Geising mächtig Druck, konnte den Abstand zu Robert Walther konstant bei zwei Minuten halten und schloss auf Pitsch am Fuße des Finalanstieges auf. Illmann versuchte ebenfalls das hohe Tempo von Heß zu folgen, befand sich jedoch gemeinsam mit Vincenz Porstmann vier Minuten hinter Walther und zwei Minuten hinter Heß bis zum Schlussanstieg. Das restliche Peloton kämpfte ebenfalls Solo aber es bildeten sich auch kleinere Grüppchen, wo gut zusammengearbeitet wurde. Am Schlussanstieg machte Tobias Heß aus Dresden ernst und sicherte sich seinen ersten Etappensieg bei der Erzgebirgsrundfahrt. Fast zwei Minuten handelte sich Robert Walther ein, der am Schlussanstieg auf den letzten Kilometern völlig einbrach. Den dritten Platz belegte Vincenz Porstmann, knapp vor Markus Illmann, die Roman Pitsch noch stellen konnten. Nach einer 1-stündigen Pause bei bestem Wetter wartete auf die Teilnehmer noch die 4.Etappe. Eine Flachetappe, die es in sich hat. Neben einer Abfahrt ab Altenberg ins Müglitztal, mussten jedoch vorher noch ein paar kleinere Wellen gemeistert werden. Diese nutzte Tobias Heß, um das Peloton in mehrere Grüppchen zu spalten.  Vincenz Porstmann verlor auf der Abfahrt ins Müglitztal den Anschluss an die Spitzengruppe und musste Walther, Heß, Pitsch, Illmann und Trepte ziehen lassen. Den Etappensieg der 5-köpfigen Spitzengruppe sicherte sich Roman Pitsch, auf der Radrennbahn in Heidenau. Übrigens die erste Sprintankunft auf einer Radrennbahn bei der Erzgebirgstour.  Ein Novum also!

Am Finalwochenende warteten auf die Teilnehmer noch drei Etappen. Neben einer kurzen Flachetappe, mussten die Teilnehmer am Samstag noch ein 30 km langes Einzelzeitfahren bewältigen. Am Sonntag galt es noch die Königsetappe zu meistern, ehe im Fichtelberghaus ausgelassen gefeiert wurde. Erstmalig wurde bei der Tour die 100 km “Etappenlängen-Schallmauer” durchbrochen.  Den Sieg auf der kurzen Flachetappe sicherte sich Roman Pitsch vor Robert Walther, nachdem sich beide nach einer Attacke von Walther vom Feld lösen konnten. Überraschend Dritter wurde Andreas Lauer! Im anschließenden Zeitfahren war kein Kraut gegen Robert Walther gewachsen, der deutlich den Kampf gegen die Uhr vor Tobias Heß und Roman Pitsch gewann. Pitsch konnte durch Illmann’s Nichtteilnahme (krankheitsbedingt) sich im Gesamtklassement auf Rang 3 verbessern und hatte deutlichen Vorsprung auf Vincenz Porstmann, der einen Tag vor der Finaletappe auf Rang 4 lag. Im Kampf um die Podestplätze trat Illmann einen Tag später zur Königsetappe an und konnte sich durch Martin Richter, der als Edelhelfer einen fantastischen Job machte, bis zum Auersberg noch im Kampf um Platz 3 gegen Porstmann behaupten. Porstmann fuhr voll auf Angriff und baute alleine seinen Vorsprung von einer Minute ab der Passhöhe Auersberg kontinuirlich aus. Im Kampf um den Etappen,- und Gesamtsieg sorgte die vorletzte Bergwertung des Tages  in Crandorf von insgesamt 7 für eine Überraschung. Walther konnte sich von Hess lösen und ließ sich den Tages,- und Gesamtsieg nicht mehr nehmen. Porstmann sicherte sich am Ende klar den dritten Platz bei der 10.Ausgabe und konnte seine Vorjahresleistung wiederholen. Alle Teilnehmer der Finaletappe konnten die schwerste Etappe in der 10-jährigen Rundfahrtshistorie finishen. Klasse!

 

 

ENDERGEBNIS / FAHRERWERTUNG IN ZEIT

RANG NAME ZEIT
1 Robert Walther 8h 38′ 17″
2 Tobias Heß + 06’47”
3 Vincenz Porstmann + 30’57”
4 Martin Richter + 41’42”
5 Markus Illmann + 50’41”
6 Roman Pitsch + 1h 00’37”
7 Christian Süß + 1h 04’36”
8 Jens Teuscher + 1h 09’08”
9 Andre Bauroth + 1h 32’33”
10 Andreas Lauer + 1h 52’02”
11 Friedemann Trepte DNF

 

 

ENDERGEBNIS / BERGWERTUNG IN PUNKTEN

RANG NAME PUNKTE
1 Robert Walther 66
2 Tobias Heß 55
3 Vincenz Porstmann 33
4 Martin Richter 22
5 Markus Illmann 17
6 Roman Pitsch 10
7 Christian Süß 8
8 Jens Teuscher 8
9 Andre Bauroth 2

 

 

ENDERGEBNIS / SPRINTWERTUNG IN PUNKTEN

RANG NAME PUNKTE
1 Robert Walther 131
2 Roman Pitsch 106
3 Tobias Heß 59
4 Markus Illmann 50
5 Jens Teuscher 40
6 Vincenz Porstmann 39
7 Andreas Lauer 26
8 Andre Bauroth 21
9 Martin Richter 13
10 Christian Süß 12